Starke aufrechte Triebe verlangen eine bewusste Laubarbeit.
Entstehung der Sorte
Zwei österreichische Linien.
Eine neue Stimme.
1922 kreuzte Friedrich Zweigelt in Klosterneuburg St. Laurent mit Blaufränkisch. Die neue Rebsorte trug zunächst den Zuchtnamen Rotburger.
1975 offiziell in Zweigelt umbenannt, wurde sie zur meistangebauten roten Rebsorte Österreichs – geschätzt für Kirschfrucht, geschmeidige Struktur und Vielseitigkeit.
Rebsortenpass
Ihre Identität,
in sechs präzisen Punkten.
- Herkunft
- Klosterneuburg, Österreich
- Kreuzungsjahr
- 1922
- Züchter
- Friedrich Zweigelt
- Eltern
- St. Laurent × Blaufränkisch
- VIVC-Nummer
- 13484
- Synonym
- Rotburger

Anatomie der Rebsorte
Gewicht der Frucht.
Natürliche Weichheit.
Zweigelt bildet mittelgroße bis große, kegelförmige und geschulterte Trauben. Die ovalen Beeren besitzen eine dicke, dunkelblaue Schale, feinen Duftbelag und saftiges Fruchtfleisch.
Im Weinberg
Balance beginnt
mit Begrenzung.
Früher als viele klassische Rotweinsorten, doch eine geduldige Lese lohnt sich.
Begrenzte Erträge fördern Farbe, Konzentration und Struktur.
Winterfest, bei frühem Austrieb jedoch achtsam gegenüber Spätfrost.
Aromatisches Spektrum
Frucht im Licht.
Würze im Schatten.
Junger Zweigelt spricht von Kirsche und Himbeere. Mit Reife zeigen sich dunklere Frucht, feine Würze, samtige Tannine und ein stilles Schokoladenfinale.
Bei Talaska
Österreichische Balance.
Melsztyner Tiefe.
An den Südhängen von Talaska reift Zweigelt im vollen Licht über dem Dunajec-Tal. Er steht als geschmeidiger Rotwein für sich oder bildet den saftigen Fruchtkern einer roten Cuvée.
Botanische Quellen
Erstellt auf Grundlage anerkannter ampelografischer und weinbaulicher Quellen, darunter VIVC, Julius Kühn-Institut und offizielle Fachpublikationen.
Rebsortenindex